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Über die Autor:innen
Marijana Gligoric und Srdjan Ristanovic sind Gründer von brigit.dev, einer Product-Development-Agency, die weit über das reine Bauen von Mobile- und Web-Apps hinausgeht. Ihr Team integriert sich tief in Founder-Teams und agiert als strategischer Partner – mit einer Mischung aus UX-Psychologie, habit-forming Features und Business-Logik, damit Startups nicht nur launchen, sondern wachsen: durch Upsell, Cross-Sell und langfristige User-Retention.
Obwohl sie in Europa ansässig sind, arbeitet brigit.dev global in SaaS, MedTech, EdTech, FinTech und weiteren Verticals – weil man sich in fragmentierten Märkten wie unseren nicht zu früh „zu spitz“ positionieren kann. Du musst smart sein, flexibel – und konsequent user-driven.
Seit der jüngsten Expansion in den US-Markt teilen Marijana und Srdjan dieses Playbook aus erster Hand: wie es wirklich ist, in der schnellen NYC-Tech-Szene zu netzwerken, zu connecten und Momentum aufzubauen.

Wohin du gehst, wen du triffst – und wie es sich wirklich auszahlt.
Wenn du als Founder New York City besuchst, bist du wahrscheinlich hier, um Leute zu treffen, deine Vision zu pitchen und Türen für dein Startup zu öffnen. Willkommen! NYC ist schnell, spricht Klartext und belohnt Initiative.
Wir haben kürzlich ein paar intensive Wochen in der Stadt verbracht – Events besucht, Investor:innen getroffen und mit anderen Gründer:innen gesprochen. Wir haben Fehler gemacht, gelernt, was wirklich funktioniert, und sind in Dutzenden Gesprächen gelandet, die uns geholfen haben, unsere Strategie zu schärfen und unser Netzwerk zu erweitern.
Dieser Guide ist genau das, was wir uns gewünscht hätten, als wir angekommen sind.
Er ist taktisch, ehrlich und voll mit praktischen Tipps – von Orten über Outreach bis hin zu den Leuten, die man kennen sollte. Egal, ob du für eine Woche kommst oder langfristig bleiben willst: Dieser Guide hilft dir, aus jedem Coffee, jedem Pitch und jedem Handschlag das Maximum rauszuholen.
Wenn du zum Netzwerken hier bist, ist die Lage entscheidend. Du springst von Meeting zu Event – und die Uhr summiert sich schnell. Hier sind ein paar founderfreundliche Neighborhoods:
Flatiron District:
Ein Tech-Hub, fußläufig und voller Startups, Coworking-Spaces und VCs. Perfekt für Lunch-Meetings oder schnelle Coffee-Chats.
SoHo / Nolita:
Stylish und zentral, mit kreativer Energie. Super Zugang zu Events – außerdem hängen hier viele Gründer:innen ab oder hosten Meetups.
DUMBO (Brooklyn):
Entspannt, aber lebendig – mit Coworking-Spaces und einer kreativen Community. Plus: Der Blick auf Manhattan ist ziemlich episch! Wenn du NYC’s kreative Tech-Crowd triffst, landest du hier ziemlich sicher mindestens einmal.
Zu Fuß gehen ist dein bester Freund.
Für Strecken unter 30 Minuten ist Laufen oft schneller – und deutlich angenehmer. Du weißt nie, wen du triffst oder welches Café du entdeckst!
Nimm die Subway für längere Strecken.
Google Maps oder Citymapper führen dich. Plane nur etwas Puffer für unerwartete Verzögerungen ein.
Meide Uber zu Peak-Zeiten.
Der Traffic ist gnadenlos. Eine „15-Minuten-Fahrt“ kann in Sekunden zu 45 Minuten werden!
Check Locations vorab.
NYC-Venues sind manchmal tricky zu finden (Warehouse, Rooftop, etc.). Komm 5–10 Minuten früher, damit dein Entrance nicht awkward wird.
NYC kann überwältigend sein. Jeden Tag poppen Events auf, alle sind ständig „in Meetings“, und wenn du nicht weißt, wo du suchen musst, verschwendest du Zeit mit Dead Ends. Die gute Nachricht: Mit ein paar Tools kannst du die Chancen klar zu deinen Gunsten verschieben – sie haben uns geholfen, echte Opportunities zu unlocken.
Hier ist, was bei uns funktioniert hat – und wie du jedes Tool smart nutzt:
Lunchclub matcht dich schnell mit relevanten Leuten – egal ob Investor:innen, andere Founder oder Operator.
Tipps:
Geneva hostet intime Gruppen für Founder und Creator. Das ist die Go-to-Plattform für kleine, kuratierte Events.
Nutze es für:
Eventbrite ist der Ort für „offiziellere“ Startup-Events – Panels, Demo Days, Pitch Nights.
Telegram-Gruppen sind oft aktiver als Slack oder Discord. Suche nach Invite-only Channels für Founder und Operator.
Beispiele:
Verfolge in Echtzeit, wer gerade was baut. Starte so:
Zusammengefasst:
| Tool | Wofür es gut ist | Pro-Tipp |
|---|---|---|
| Lunchclub | Smarter 1:1-Intro-Flow | Sei konkret zu deinen NYC-Daten und Zielen |
| Geneva | Intime, kuratierte Events | Tritt 2–3 lokalen Gruppen bei und engagiere dich |
| Eventbrite / Luma | Größere öffentliche Events | Suche nach Nische und Location |
| Telegram | Schnelle Founder-Chats | Frag persönlich, ob dich jemand hinzufügen kann |
| X (Twitter) | Real-time Tracking & Zugang | Nutze Listen + DMs + Live-Posting |
Wenn du dich nur auf öffentliche Events und Casual Chats verlässt, verpasst du den Großteil dessen, was in der NYC-Tech-Szene wirklich passiert. Die echte Magie? Sie passiert in Communities – kleine, Invite-only Gruppen, Slack-Channels, Founder-Dinners, Telegram-Threads, private Brunches.
Wir haben über ein Dutzend Communities getestet – hier ist eine kuratierte Liste derjenigen, die wirklich deine Zeit wert sind.
Tavern beitreten – eine aktive Community voller Founder und Creator. Die Events sind relaxed und authentisch – eher Rooftop-Drinks und No-Pressure Demo Days.
Warum das zählt:
Bewirb dich früh – Spots sind schnell voll.
Startup Grind NYC hostet starke Events für Early-Stage-Founder, inklusive Fireside Chats mit Top-Namen und Pitch-Showcases.
Du findest dort:
Ideal für:
Für jüngere Founder sind diese Communities Gold:
Kleine Gruppe von Gen Z Creators und Buildern, die Ideen, Ressourcen teilen und sich IRL treffen.
Eine Community- und Incubator-Hybrid-Struktur mit Fokus auf „bold building“.
Invite-only, aber worth exploring – das Netzwerk ist eng und hilfreich, auch außerhalb von NYC.
Eine eng verbundene Slack-Community mit echtem Support unter Foundern. Starker Fokus auf ehrliche Gespräche, mit wöchentlichen „asks & offers“-Threads.
Slack invite: (wird meist über Events oder andere Founder geteilt)
Community für Early-Stage- und First-time-Founder, die in public bauen oder kleine Teams skalieren. Ein Safe Space fürs Brainstorming, gemeinsames Bauen und Feedback geben/holen.
Founders Club ansehen für kuratierte Interaktionen und Community-Aktivitäten wie Hikes und Dinners.
Geh zu Underground-Events, die von Leuten wie Andrew gehostet werden – intime Dinners und Gatherings.
Diese sind weniger „offiziell“, aber extrem powerful, wenn du in SaaS, Dev Tools oder AI unterwegs bist:
Folge @andruyeung auf X – er hostet die besten Underground-Events:
Du triffst Founder, VCs und Operator in einem Rutsch.
Communities zu joinen kann zunächst tricky wirken – aber am Ende geht’s um Sichtbarkeit:
1. Sei sichtbar.
Geh zu Events und erwähne, dass du nach einer Community suchst.
2. Sei konkret.
Statt „Kennt jemand gute Communities?“ sag: „Ich baue ein Early-Stage-SaaS und suche Feedback-Gruppen.“
3. Gib, bevor du fragst.
Teile Ressourcen oder hilf anderen. Communities schätzen Menschen, die Wert beitragen.
Outreach in NYC geht nicht darum, charmant zu sein – sondern klar, relevant und schnell. Alle sind busy, die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz. Entweder du bringst in den ersten Sekunden Value – oder die Nachricht wird ignoriert.
So wird dein Outreach wirksam:
Überspring den Small Talk. Sag sofort, wer du bist und warum du schreibst. Mach es relevant für die Person, die du kontaktierst.
Niemand hat Zeit für lange Intros oder Stories. Zwei bis drei Sätze reichen völlig, um zu erklären, was du baust und warum du dich meldest.
Lass Menschen nicht raten, was du willst oder wie es ihnen hilft. Sag klar, was du anbietest oder erfragst – und warum es jetzt relevant ist.
Beende die Nachricht mit etwas Konkretem. Schlage einen Zeitpunkt vor, teile einen Kalender-Link oder schlag einen schnellen Kaffee vor. Vermeide vage Fragen wie „Sag einfach, was für dich passt.“
Du bekommst mehr Antworten, wenn Menschen spüren, dass du bereits in Bewegung bist. Erwähne, dass du diese Woche in NYC bist, andere Founder triffst oder bereits Events besuchst.
Frag nicht, ob sie „eine Zeit vorschlagen“ können oder „sagen sollen, ob sie interessiert sind“. Mach es leicht, Ja zu sagen – drop einen Link oder biete zwei klare Optionen.
Wenn keine Antwort kommt, warte ein paar Tage, bevor du nachfasst. Ein sanftes Follow-up ist okay. Danach: weitergehen.
In NYC sind Cafés nicht nur für Kaffee – hier passieren Meetings, Deals starten und Random Conversations werden plötzlich real. Wenn du als Founder in der Stadt bist, sind das Orte, an denen du sehr wahrscheinlich andere Builder, Investor:innen und Creatives triffst – oft ohne es überhaupt zu planen.
Wir haben Dutzende Spots getestet. Hier sind einige standout Orte, um andere Builder oder Investor:innen zu treffen:
Nutze diese Map zum Erkunden:
Die meisten Spots hier sind founder-tested und community-approved.
Bonus: Ace Hotel Lobby (NoMad): Technisch kein Café – aber ein Go-to für Founder und Operator: riesiger Space, low-key Business-Vibe und perfekt für casual Meetings und spontanes Networking
Pro-Tipps:
NYC ist voll mit Coworking-Spaces – aber nicht alle sind deine Zeit wert. Manche sind nur stille Offices. Andere sind echte Communities, in denen Events stattfinden, Intros passieren und Menschen wirklich miteinander sprechen.
Die guten Spaces sind nicht nur für Desk Space – sie sind eine Fast Lane in die lokale Startup-Szene. Und viele dieser Spaces erleichtern auch den Alltag mit Meeting-Room-Booking-Software – so können Mitglieder Räume easy reservieren und ohne Stress produktiv bleiben.
Den richtigen Coworking-Space zu finden, kann ein Game Changer sein.
Gut zu wissen: Hier finden regelmäßig Events statt – selbst wenn du kein Member bist, versuch als Guest reinzukommen
Pro-Tipp: Nutze einen Day Pass, um den Vibe zu testen – oder komm früh und frag nach einer Tour
Networking in Coworking-Spaces braucht nicht immer eine Membership. Check zuerst, ob der Space öffentliche Events wie Pitch Nights, Panels oder Community Breakfasts hostet. Folge ihnen auf X oder abonniere den Newsletter für Event-Updates.
Du kannst auch Member fragen, ob sie dich als Guest mitnehmen – die meisten Spaces erlauben das. Falls kein Invite möglich ist: Buch einen Day Pass und behandle es wie eine Mini-Conference: früh kommen, arbeiten, Leute treffen, lange bleiben.
Vergiss nicht, dich dem Community Manager vorzustellen – sie sind super darin, Connections zu machen, wenn du klar teilst, woran du baust. Der richtige Coworking-Space ist nicht nur ein Desk; es geht darum, dich mit Menschen zu umgeben, die dich nach vorne pushen. In NYC ist der Wert dieses Zugangs oft den Preis wert.
Du kommst nicht nach NYC, nur um andere Founder zu treffen – du willst in Räume kommen, in denen Menschen sitzen, die dein Unternehmen finanzieren oder ernsthafte Türen öffnen können. Aber hier ist die Wahrheit: Nicht alle Investor:innen sind approachable, aktiv oder early-stage fokussiert. Bevor du Investor:innen kontaktierst, können Founder Tools wie einen Private-Equity-Rechner nutzen, um schnell und informativ potenzielle Deal-Strukturen, Valuations und erwartete Returns besser zu verstehen. Das ersetzt keine professionelle Beratung, hilft dir aber, Diskussionen selbstbewusster zu führen, smartere Fragen zu stellen und die finanziellen Auswirkungen verschiedener Szenarien besser einzuschätzen.
Wenn du Funding suchst, ist es entscheidend, die richtigen Investor:innen zu kennen:
Oft sind sie der erste Check – und helfen aktiv dabei, die Company gemeinsam mit dem Team zu formen.
Sie bauen manchmal mit Foundern gemeinsam und liefern Ressourcen über Funding hinaus. Strong Product + strong Narrative = guter Fit.
Am besten für Founder in B2B SaaS, FinTech oder HealthTech, die Struktur + Speed wollen
Echter Support + legit Investor Connections + engineering-heavy Founder Network
So kommst du rein: Connecte mit Members auf Events – viele sind in der NYC-Tech-Szene aktiv und offen für Gespräche
Bevor du cold rausgehst, nutze Plattformen, auf denen Investor:innen wirklich aktiv sind:
In NYC ist Investor Access nicht der Bottleneck. Klarheit und Timing sind es.
Bring deine Story auf den Punkt, weiß genau, mit wem du sprichst, und starte mit dem, warum deine Vision genau jetzt zählt.
Selbst in einer Stadt voller Chancen ist der Schlüssel: intentional bleiben. Wenn du versuchst, alles zu machen, brennst du aus – und verpasst das, was wirklich zählt.
Hier sind Strategien, um fokussiert zu bleiben:
2–3 hochwertige Meetings oder Events pro Tag reichen völlig. Mehr als das – und du wirst nicht mehr sharp.
Morgens eignet sich für Deep Conversations, abends für casual Meetups. Lass dazwischen Raum zum Reset oder zum Verarbeiten.
Wenn du jemanden triffst: Know who they are. Check ihre aktuellen Arbeiten, Tweets oder Posts. Passe Pitch oder Fragen an das an, was ihnen wirklich wichtig ist.
Das zeigt Respekt – und macht das Gespräch für beide Seiten wertvoller.
Business Casual funktioniert in den meisten Fällen. Jeans + Blazer oder smarte Sneakers + cleanes Shirt sind sichere Optionen.
Manche Events sind formeller, andere Rooftop und relaxed – check den Vibe, bevor du gehst.
NYC belohnt Menschen, die intentional, klar und proaktiv sind. Es geht nicht darum, überall zu sein – sondern in den richtigen Räumen aufzutauchen, mit dem richtigen Mindset.
Wenn du direkt bist, vorbereitet und die Zeit anderer respektierst, wirst du überrascht sein, wie offen die Szene wirklich ist. Von Foundern über Investor:innen bis hin zu Operator: Menschen hier bewegen sich schnell – und wenn du etwas Echtes baust, wollen sie davon hören.
Nutze diesen Guide, um durch den Noise zu navigieren, deine Leute zu finden und kurze Gespräche in langfristiges Momentum zu verwandeln.
Deine nächste Opportunity könnte nur einen Kaffee entfernt sein.
Und zum Schluss der spicy Teil – Step-by-step, wie brigit.dev das gemacht hat:
Wir sind in NYC gelandet – und wussten: Wir bleiben nur 14 Tage.
Ich habe auf LinkedIn, Instagram und X gepostet, dass ich in New York bin. Wir haben den Moment genutzt, in dem die Netflix-Serie YOU gedroppt ist, und daraus eine Storyline gebaut. Du kannst es hier ansehen.
Ein paar Leute haben sich inbound gemeldet und nach dem Post Meetings gebucht.
Dann haben wir mit Outreach begonnen. Da unser ICP ziemlich breit ist und nicht immer starke Sales-Signale zeigt, war für uns der größte Hebel, inbound zu gehen und so viel Sichtbarkeit wie möglich zu bekommen. Genau das war das Ziel unseres Outreach: die Community treffen.
Übrigens: Wir bauen Mobile- und Web-Apps für Startups – das heißt Pre-Seed/Seed oder alle, die gerade Money + eine Idee haben.
Nächster Tipp: Recherchiere immer Mindset und Habits der Region, in die du gehst. Wir haben das für New York nicht sauber gemacht – unsere ersten Messages haben nicht gut performt, weil sie zu ausführlich waren für New Yorker, die eigentlich eine direktere, teils sogar borderline hard-sell Ansprache bevorzugen.
Wir haben ein System rund um Events gebaut. Jeden Tag hat ein Teammitglied (das geht auch solo) alle Event-Plattformen gecheckt und uns für relevante Events angemeldet. Jeden Morgen hatten wir Tickets und QR-Codes. Nach jedem Tag haben wir alle Kontakte, die wir getroffen haben, im CRM geloggt – Tracking ist ein MUST. Sonst vergisst du Leute viel zu schnell.
Wir haben eine Tapni card genutzt, um schnell mit Menschen über mehrere Plattformen zu connecten – so haben sie uns immer wieder „über den Weg“ gesehen.
Wir haben echte Beziehungen zu Community Buildern aufgebaut und außerdem Partiful genutzt, um in ein paar private Partys reinzukommen.
Vergiss nicht, dich auszuruhen – und unterschätze Burnout nicht. Meiner hat mich nach nur 7 Tagen erwischt. Als CEO hatte ich jeden Tag komplett vollgepackt mit Meetings und Meetups.
Das ist ein Marathon, kein Sprint. Mental Health ist alles. Ruhe dich aus. Feier dich selbst.
Viel Spaß in New York – die Stadt hat so viel zu bieten!